DAY OF UNIversiTY, 17. Dezember 09

Liebe Kolleginnen und Kollegen, Befreierinnen und Befreier!

 

Es gibt uns immer noch, uns kritische Studierende, die sich mit der aktuellen Situation auf unseren Unis nicht zufrieden geben. Der Ausverkauf, die Zugangbeschränkungen und die Entdemokratisierung der Universitäten müssen immer noch gestoppt werden, da die Verantwortlichen noch immer nicht begriffen haben, dass es höchste Zeit ist, endlich auf unsere Rufe nach freier Bildung einzugehen und endlich eine 180 Grad-Drehung in die einzig Richtige Richtung machen: in die der freien Bildung ohne Barrieren!

Das heißt, der Kampf gegen diejenigen, die die Bildung und noch dazu uns alle für dumm verkaufen wollen, MUSS weitergehen – auch vor, während und nach der Weihnachtszeit!

Viele Leute in Österreich und in ganz Europa haben keine Ahnung, dass es weit mehr sind, als nur einige Universitäten in ihrem eigenen Land, die besetzt sind. Viele Leute haben keine Ahnung, dass mehr als 80 Unis besetzt oder an den Protesten beteiligt sind. Viele Leute haben nicht mitbekommen, dass sich einige tausende Studierende auf der ganzen Welt nicht mehr alles gefallen lassen wollen und nicht nur für sich, sondern auch für die nächsten Generationen und für eine bessere Zukunft kämpfen. DAS MüSSEN WIR ÄNDERN!

Sie sollen sehen, dass es sich nicht um ein „lokales“ Problem handelt, sondern dass die gesamte Gesellschaft überall auf der Welt von den Missständen betroffen ist, die wir Studierende und SchülerInnen aufzeigen und gegen die wir uns wehren. Deshalb möchten wir aufrufen, beteiligt auch ihr euch am

DAY OF UNI(versi)TYUnited for free education!

Donnerstag, 17. Dezember 2009

Vor Weihnachten ist der Großteil der konsumorientierten Bevölkerung mit Weihnachtseinkäufen beschäftigt, anstatt sich mit den wirklichen Problemen zu beschäftigen, deren Lösung längst überfällig ist! Wecken wir diese Leute auf und zeigen wir ihnen, dass wir in unseren Forderungen für eine freie Bildung VEREINT auftreten und dass dieses Problem uns alle angeht!
„International day of action“ war gestern, morgen treten wir unter dem Namen DAY OF UNI(versi)TY noch einmal gemeinsam an die Öffentlichkeit, über die eigenen Landesgrenzen hinaus!

Es gibt einige Universitäten, die noch nicht so umfassend mobilisiert sind, wie die Unis in Deutschland, Österreich oder der Schweiz.
Deshalb haben wir uns überlegt, eine gemeinsame Aktion zu planen, die alle Mitglieder der Protestbewegung für freie Bildung in ihren Städten dur
chführen können. Schön wäre es natürlich, wenn dies zeitgleich geschehen könnte, damit wir unsere Einheit trotz räumlicher Distanzen demonstrieren können.

 

Unsere Idee:

Am Vormittag des 17. Dezember 2009, um ca. 11 Uhr ziehen wir Studierende in zahlreichen Städten in Europa und weltweit auf die Straßen. Wir sind mit Schildern, Plakaten oder Transparenten ausgestattet, die mit den Namen aller besetzten oder solidarischen Universitäten beschriftet sind.
Auf einem der Schilder steht zum Beispiel:
„Wir sind Heidelberg“, „Wir sind Basel“, „Wir sind Paris“ oder „Wir sind Wien“. Die Leute sollen sehen, in welchen Städten Universitäten besetzt sind bzw. wo Studierende protestieren.

Gleichzeitig können Flyer zur Information an die PassantInnen verteilt werden. Im Zentrum der jeweiligen Stadt kann dann mit den Schildern ein Flashmob oder ähnliches stattfinden. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt:

Vorschläge wären zum Beispiel eine „Lese-Demo“, das heißt, eine ruhige Demo, wo sich alle auf die Straße setzten und etwas lesen oder lernen. Es wäre auch möglich, mit den Schildern und den beteiligten Leuten eine Art Choreographie zu machen, oder irgendeine Figur, wie ein Land oder eine Universität darzustellen. Eine weitere Idee gab es, eine Art Straßentheater in der Gruppe aufzuführen, in der ein „Schildträger“ zuerst ausgelacht wird, jedoch von immer mehr „Schildträgern“ Verstärkung bekommt, bis die Gruppe immer größer wird. 

Wichtig ist jedoch, dass uns die Schilder einen, das heißt, dass der Fokus darauf liegt, dass so viele Universitäten schon besetzt sind und dass wir untereinander vereint und solidarisch sind. Je mehr wir sind, desto weniger können sie uns ignorieren. Also:

Verstecken wir uns nicht, sondern treten wir gemeinsam auf!

Die Aktionen sollten, wenn möglich, mitgefilmt werden. Aus den Ausschnitten wird dann ein längeres Video zusammengestellt werden, welches wiederum auf Youtube veröffentlicht wird.

Bitte lasst uns wissen, ob ihr Interesse habt, an der Aktion Teil zu nehmen. Wenn ja, dann organisiert euch, mobilisiert und schließt euch der vereinten Bewegung an! Sagt es den Leuten da draußen, sagt den Medien bescheid, ladet Freunde, Bekannte und Verwandte ein! Wir laden auch alle SchülerInnen ein, mit uns solidarisch auf die Straße zu gehen.

Alle sollen wissen, dass wir und warum wir hier sind und nicht so schnell wieder gehen werden!

 

Falls ihr noch Fragen habt, oder mit uns in Kontakt treten wollt, dann kontaktiert uns bitte

Skype:  international.unigraz
Email
: internationalunigraz@gmail.com


Wir stehen euch gerne Rede und Antwort und tauschen uns gerne über geplante Aktionen aus. Wir freuen uns auf viele gemeinsame Aktionen!

Solidarische Grüße,

Arbeitsgruppe Internationalisierung – BefreierInnen der Vorklinik Graz