Solidaritätserklärung gegen (staatliche) Repression


Zusätzlich zur bereits bestehenden gemeinsamen internationalen Erklärung mit dem Schwerpunkt auf Bildung, haben sich einige Einzelpersonen auf der ISM Plattform auf die folgende Erklärung mit dem Schwerpunkt auf (staatlicher) Repression geeinigt. Sie ist das Ergebnis diverser Diskussionen auf Chat-Treffen. Um die Erklärung als Gruppe / Initiative oder Einzelperson zu unterstützen, schickt eine eMail an ism_admin@lists.riseup.net.


Solidaritätserklärung gegen
Staatliche Repression

Wir möchten unsere Unterstützung und Solidarität mit denjenigen bekunden, die bei ihrem Einsatz für freie und emanzipatorische Bildung überall auf der Welt unter staatlicher Repression leiden und gegen diese ankämpfen.

Staatliche Repression ist untrennbar verbunden mit dem Kampf um Emanzipation, in all ihren Facetten. Weltweit ertragen Menschen Gewalt seitens des Staates, sobald sie beginnen sich zu bewegen und ihre Fesseln zu spüren. Staatliche Repression existiert sowohl auf der Straße, als auch auf dem Campus. Repression nimmt viele Erscheinungsformen an, angefangen bei Akten direkter Gewalt bis hin zur Einschränkung der Meinungsfreiheit. Solche Handlungen dienen dazu, die aktuellen nationalstaatlichen und marktwirtschaftlichen Verhältnisse aufrecht zu erhalten. Insbesondere diejenigen, welche darauf abzielen auszubeutendes und eifriges Humankapital zu produzieren, anstelle von Individuen, die sich in die gesellschaftlichen Zusammenhänge aktiv einmischen.

Repressive Maßnahmen haben viele Gesichter; seien es bestimmte Gesetze (z.B. P-6 in Montréal), verdeckte Ermittler_innen, die aktivistische Gruppen infiltrieren, die Präsenz von "Sicherheitskräften" oder andere Formen der Überwachung auf dem Campus, oder die üblichen Angriffe bewaffneter Einheiten auf Demonstrant_innen, welche oft Ingewahrsamnahmen, Schwerverletzte oder gar Tote mit sich bringen.

Wir verurteilen staatliche Repression und solidarisieren uns mit Studierenden (und anderen), die das vorherrschende politische, ökonomische und soziale System hinterfragen und nach Alternativen im Kampf um Emanzipation streben.

Wir betonen die Wichtigkeit von Solidarität auf lokaler sowie globlaber Ebene, um es Studierenden zu ermöglichen sich für ihre Interessen stark zu machen. Solidarität über den Campus, nationale Grenzen, und anderer willkürlicher Teilungen hinweg, ermöglicht es uns der Wirksamkeit diverser Einschüchterungsversuche entgegenzuwirken.

Das Unterzeichnen dieser Erklärung kann dazu beitragen ein Zeichen der globalen Solidarität zu setzen sowie ein stärkeres Bewusstsein für die strukturelle Funktion von staatlicher Repression zu schaffen. Des Weiteren wird durch diese die Notwendigkeit unterstrichen, dass Bildung nicht nur von marktwirtschaftlichen, sondern auch von staatlichen Interessen entkoppelt werden muss.

One World - One Struggle

P.S.: Um auch in Zukunft auf praktischer Ebene Solidarität in userem Kampf um freie emanzipatorische Bildung organisieren zu können, schlagen wir vor, dass du/ihr dich/euch auf den globalen ISM Verteiler setzt: lists.riseup.net/www/info/international_students_movement
P.P.S.: Einige aktuelle Fälle von staatlicher Repression im Kampf um freie emanzipatorische Bildung werden hier aufgeführt.

#1world1struggle
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Diese Erklärung wird bisher von den folgenden Gruppen unterstützt:

 

Diese Erklärung wird bisher von den folgenden Einzelpersonen unterstützt:
  • Alan L. Stewart